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Geschichte

Diakonie

Der Begriff Diakonie leitet sich aus dem altgriechischen diakonia (Dienst) her. Die Gesamtheit der karitativen Unternehmungen, die sich aus dem Evangelium herleiten, werden damit bezeichnet. Die Kirchen füllten ursprünglich beinahe das gesamte Feld der sozialen Tätigkeiten aus (Schulen, Spitäler, Sozialhilfe usw.). Der Staat und seine Institutionen haben die Aufgaben der diakonischen Werke grösstenteils übernommen. Übrig geblieben ist die Präsenz gegenüber Schwachen und Verarmten. Oft äussert sich dies dort, wo das Netz der öffentlichen Sozialhilfe Lücken aufweist. Im Verlauf der Geschichte hat die Kirche ein Gespür für Entwicklungen der Gesellschaft und neue soziale Not gezeigt. Oft jedoch drückt sie sich im persönlichen Engagement der Menschen in diakonischen Einrichtungen aus. Dieser Einsatz zugunsten der Allgemeinheit ist geprägt vom Gemeinschaftscharakter des Christentums.

 

 

Soziale Arbeit

Bis zur Reformation wurden die Armen durch Kirchen und Klöster unterstützt. Zudem wurden von Reichen und Zünften Almosen gesprochen. Erst die Verarmung der Bevölkerung durch Kriege, Seuchen und Hungersnöte führte zu einer Überforderung der Kirchen und Klöster und somit schliesslich zu ersten Reaktionen der Kantone. Es wurden Bettelordnungen geschaffen und Bettlerjagden organisiert, sowie Bettler über die Kantonsgrenzen abgeschoben. Mit der Industrialisierung geschah ein grundlegender Strukturwandel. Aus sozialer Sicht wurden verschiedenste positive Neuerungen geschaffen, so bspw. der Arbeitnehmerschutz, das Armenwesen, verschiedene Sozialversicherungen, Hilfsvereine, Armen-, Gesundheits- und Erziehungsgesetze.

Erst im 20. Jahrhundert wurde das staatliche Sozialwesen ausgebaut. Man gewann die Einsicht, dass die grosse Zahl der Armen nicht mehr nur mit Freiwilligen zu bewältigen war und zudem war man inzwischen der Meinung, dass es auch strukturelle Gründe für Armut gab. Diesen Gründen versuchte man bspw. mit der Einführung der verschiedenen Sozialversicherungen (wie z.B. AHV, IV, EL, ALV) entgegen zu wirken.